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Linux: Bind Mounts analysieren

Auf manchen unserer Linux-Server benötigen wir sogenannte “Bind Mounts”. Damit wird ein Dateisystem an einer zusätzlichen Stelle eingeblendet, damit man es bspw. in “chroot”-Umgebungen für SFTP-Benutzer verwenden kann. Logisch wirkt das ein wenig ähnlich wie Sym-Links. Diese funktionieren bei “chroot” aber nicht.

Das Einblenden funktioniert grob mit so einem Befehl:

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$ sudo mount /var/opt/services/sftp/data /sftpchroot/data -o bind

Oder auch mit einem Eintrag in der Datei “/etc/fstab”

Problem

Wie kontrolliere ich bei einem laufenden Rechner, ob der aktive Bind Mount korrekt ist?

Standardkommando DF

Wenn ich unter Ubuntu-20.04 den Befehl df ausführe, dann werden Bind Mounts nicht ausgegeben. Ich erhalte keinerlei Informationen über diese Art von Mount.

Kommando DF mit Option “-a”

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$ df -a
...
/dev/mapper/ubuntu--vg-var  20511312  16032564   3413788   83% /sftpchroot/data
...

Wenn ich die Option “-a” mit angebe, dann sehe ich einen Teil des Bind Mounts. Ich kann rechts erkennen, an welcher Stelle der Bind Mount eingebunden ist. Leider kann ich nicht erkennen, was genau an dieser Stelle eingebunden ist. Ich sehe nur das Gerät, auf dem das eingebundene Verzeichnis liegt

Kommando FINDMNT

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$ findmnt -l
...
/sftpchroot/data  /dev/mapper/ubuntu--vg-var[/var/opt/services/sftp/data]  ext4  rw,relatime,errors=remount-ro
...

Das Kommando findmnt zeigt viel mehr Details an, insbesondere auch den genauen Pfad des eingebundenen Verzeichnisses.

Gängige Aufrufvarianten:

  • findmnt … zeigt die Dateisysteme als Baum an
  • findmnt -l … zeigt die Dateisysteme als Liste an
  • findmnt /sftproot/data … zeigt nur das angegebene Dateisystem an

Änderungen

  • 2021-10-11 – Erste Version